Geschichte

1987 bestätigte das Bundesgericht die Verurteilung eines Bergführers und eines SAC Kursleiters wegen schwerer Körperverletzung im Falle eines sommerlichen Lawinenabganges. Dieser Entscheid löste in Fachkreisen Besorgnis aus, da die Organe der Strafjustiz es nicht für nötig befunden hatten, einen Sachverständigen mit einem Gutachten zu betrauen, sondern allein gestützt auf ihre eigene (beschränkte) alpine Erfahrung entschieden hatten.

 

Der Schweizerische Bergführerverband (SBV), der Schweizer Alpen-Club (SAC), das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), J+S Bergsteigen/Skitouren und das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee bildeten daraufhin die "Arbeitsgruppe Expertisen bei Bergunfällen", welche ein Netzwerk von alpin- und führungstechnisch qualifizierten Personen aufbaute und den Kontakt zu Justizbehörden und Versicherungen herstellte.

 

Von 2007 bis 2010 stellte die Arbeitsgruppe eine Kommission des Schweizerischen Bergführerverbandes SBV dar.

 

Diese bestehende, langjährige Zusammenarbeit wurde am 4. April 2011 durch die Gründung des Vereins "Fachgruppe Expertisen bei Bergunfällen" rechtlich gefestigt und verselbständigt.